Jazzclub Henkelmann - Wir leben Musik!

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Als nächstes im Club…

65 Jahre HCI – Das Jubiläum

03.06.2017 WEJazz

65 Jahre HCI - Das Jubiläum

 

Zum Jubiläum am 3.6.2017 (Pfingstsamstag) – auf den Tag genau 65 Jahre nach der Gründung des HCI – ist ein Konzert mit all den Clubmusikern geplant, die in den ersten Dekaden des Bestehens für den Verein und den Jazz in Iserlohn standen. Es wird swingen und grooven. Denn wenn auch der eine oder andere inzwischen 70 oder sogar 80 Jahre auf die Bühne bringt: viele der Urgesteine sind nach wie vor als Musiker in der Jazzszene aktiv und haben reichlich Drive und Feuer für mitreißende Improvisationen.

Das Programm des Abends findet sich weiter unten auf dieser Seite. Jetzt erst mal zur Geschichte:

 

65 Jahre Hot Club Iserlohn (HCI) – 40 Jahre Jazzclub Henkelmann

So war das nach dem Krieg: in den 40er und Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts trafen sich wie überall im Nachkriegsdeutschland regelmäßig einige Jazzbegeisterte, so auch in Iserlohn. Gemeinsam ging man dem Hobby Jazzmusik nach. Da wurde in Wohnzimmern fleißig an Improvisationen über den St. Louis Blues geübt. Es wurde den Proben des Joe-Wick-Orchesters gelauscht, das in Iserlohn im Auftrag der Alliierten stationiert war. Erste Bands wurden gegründet. Die besten Musiker spielten schon öffentlich in Tanzlokalen und in Offiziersclubs der britischen Besatzung. Dazu gab es die beliebten Schallplattenabende, an denen nicht nur die Musik der amerikanischen Meisterjazzer gehört und studiert, sondern auch heftig und lange diskutiert wurde. Oft ging es um die Frage, was „echter“ Jazz sei und was man dafür tun könne, diese Musik in der Öffentlichkeit als ernsthafte Kunstform darzustellen. Dazu schien – wie in einigen anderen Städten auch – ein Verein das geeignete Vehikel zu sein.
Am 3. Juni 1952 war es dann so weit: 8 Gründungsmitglieder unterschrieben eine Vereinssatzung für den Hot Club Iserlohn – natürlich in einer Gaststätte, wo auch sonst? Keiner der Gründer konnte ahnen, dass damit der inzwischen älteste deutsche ehrenamtlich und auf Vereinsbasis geführten Jazzclub aus der Taufe gehoben wurde, der bis heute in eigenen Räumlichkeiten (Jazzclub HENKELMANN) ein regelmäßiges Programm bietet. (Es gibt nur einen älteren existierenden Verein: den Jazzclub Itzehoe, gegründet 1949, der allerdings keine eigenen Räumlichkeiten hat.)
Der neue Verein entwickelte sich schnell zu einer lebhaften Gemeinschaft mit ständig steigender Mitgliederzahl. Insbesondere junge Musiker zeigten großes Interesse. Viele erhielten zum ersten Mal Gelegenheit, sich in einer Band zu versuchen. Öffentliche Konzerte wurden veranstaltet. Sie waren die Höhepunkte des Clublebens in der westfälischen Stadt. Die Veranstaltungssäle waren regelmäßig überfüllt. „Der Jazz ist auf dem Weg, gesellschaftsfähig zu werden“, hieß es in der Presse.

1953 fand das 1. Deutsche Jazzfestival in Frankfurt statt. Unter anderem traten die German All Stars mit Günther Fuhlisch, Posaune, Fred Bunge, Trompete, Max Greger, Tenorsaxofon, Paul Kuhn, Piano, Hans Last, Bass und Teddy Paris, Schlagzeug, auf. Gleichzeitig zum Festival tagte die deutsche Jazz-Föderation (DJF), ein 1951 gegründeter Interessenverband von bis dato 22 Jazzclubs aus Süd- und Westdeutschland. Bei dieser Tagung wurden einige weitere Jazzclubs in die DJF aufgenommen, u.a. der Hot Club Freiburg, der New Jazz Club München und auch der Hot Club Iserlohn. Spätestens von da an wurde der HCI auch überörtlich wahrgenommen.

Die Stadt Iserlohn stellte im Jahr 1955 einen Gewölbekeller im Gebäude des heutigen Stadtmuseums als Probe- und Musizierraum zur Verfügung. Der Raum wurde von den Clubmitgliedern als Jazzkeller hergerichtet. Nun konnte endlich nach Herzenslust gespielt und gejammt werden. Ein Probeplan für die vielen Bands wurde erstellt. Der Keller war an jedem Wochentag abends und am Sonntagvormittag belegt. Unter der Leitung der damals erfahrensten Musiker (Fritz Tonath, Gustl Kaesche, Klaus Demski seien beispielhaft genannt) wurden mehrfach Bigbands zusammengestellt. Die Bigband des HCI war u.a. Festival-Gast in Dortmund und 1961 in Bonn beim Deutschen Amateur Jazz Festival. „Das Wunder von Iserlohn“ schrieb die überörtliche Presse. Mehrfach gab es Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen aus dem Keller und von Iserlohner Musikern und Bands.

Als das Museum den Keller für seine neue Dauerausstellung benötigte, war der HCI zunächst für kurze Zeit heimatlos, zog jedoch im Januar 1957 – ebenfalls nach einer Sanierung in Eigenleistung – in den Keller eines ehemaligen Fabrikgebäudes an der Friedrichstraße ein. Hier gab es im Gegensatz zu der bisherigen Räumlichkeit Bühne, Theke, Küchen- und Abstellraum sowie Toiletten. Ein gebrauchter Grotrian-Steinweg-Flügel wurde beschafft und der Club erhielt den Namen „HENKELMANN“, nach dem Essgeschirr früherer Fabrikarbeiter benannt. Die Eröffnung des HENKELMANN durch den HCI jährt sich 2017 zum 40.Mal.

Im Verein änderte sich von da an vieles. Der HCI wandelte sich vom Musiker- zum Veranstaltungs-Club. Im HENKELMANN fanden wöchentlich Jazzkonzerte statt. Die Clubmitglieder übernahmen – und das tun sie bis heute – ehrenamtlich Thekendienst, Kasse und Musikerbetreuung. Der Idealismus und die Einsatzbereitschaft wurden reichlich belohnt: Es traten nun viele internationale Stars im HENKELMANN auf. Einige seien hier genannt: Mal Waldron, Gary Burton, Elvin Jones, John Abercrombie, Ralph Turner, Steve Swallow, Joe Zawinul, Johnny Griffin, Maynard Ferguson, Sun Ra, John Scofield, Newport-All-Stars mit George Wein, WDR-Bigband. Doch war auch immer wieder Raum für Konzerte regional bekannter Gruppen und lokaler Musiker.

Während eines Konzerts im Juni 1988 mit dem PragerTrompeter Laco Deczi und seiner Band Celula bracht ein Brand im Gebäudekomplex aus: Ende des Konzerts, Räumung des HENKELMANN und mit vereinten Kräften Rettung des Flügels vor Löschwasserschäden. Ansonsten: Totalschaden an Inneneinrichtung und Gebäude.
Der HCI brauchte und suchte neue Räumlichkeiten. Diese fanden sich im Gebäude einer stillgelegten Fabrik an der Straße „Obere Mühle“. Die Stadt Iserlohn hatte das Gebäude erworben und richtete einen geeigneten Raum für den HCI her. Unter dem bewährten Namen HENKELMANN wurde die neue größere Konzertstätte im Januar 1990 erstmalig geöffnet. Ist es ein Wunder, dass die Konzertplanung dennoch nicht einfach so weiter gehen konnte? Trotz finanzieller Unterstützung durch die Stadt und Sponsoren waren die großen Namen der Jazzszene inzwischen unbezahlbar geworden. Der Jazz sowie Geschmack und Hörgewohnheiten des Publikums hatten sich geändert. Im Vorstand gab es heiße Diskussionen, ob die Programmpalette breiter angelegt werden und z.B. für eine Jazz-Disco Platz sein dürfe. Schließlich wurde die Disco-Veranstaltung „London-Nights“ für lange Zeit ein riesengroßer Erfolg. Inzwischen stehen auch andere Inhalte auf dem Programm: Funk, Blues, Rock, Disco und Party werden im Rahmen der wöchentlichen Veranstaltungen angeboten. Doch der “echte“ Jazz bleibt zentraler Inhalt der Clubaktivitäten. Für die dazu erforderliche Programmgestaltung hat der Vorstand einen hervorragenden Fachmann finden können: den Saxofonisten Uwe Plath, Fachbereichsleiter für Bigband, masterclass, woodwinds und Organisation an der Glen Buschmann Jazz Akademie in Dortmund und zudem im Vorstand des Jazzclubs Domizil in Dortmund. Er hilft mit seinen Erfahrungen und Verbindungen ein interessantes und vielseitiges Jazzprogramm mit jungen und erfahrenen, örtlichen, regionalen und internationalen Musikern und Bands zusammen zu stellen.

 

65 Jahre HCI – Hot Club Iserlohn – Das Konzertprogramm

 

Zum Jubiläum am 3.6.2017 (Pfingstsamstag) – auf den Tag genau 65 Jahre nach der Gründung des HCI – ist ein Konzert mit all den Clubmusikern geplant, die in den ersten Dekaden des Bestehens für den Verein und den Jazz in Iserlohn standen. Es wird swingen und grooven. Denn wenn auch der eine oder andere inzwischen 70 oder sogar 80 Jahre auf die Bühne bringt: viele der Urgesteine sind nach wie vor als Musiker in der Jazzszene aktiv und haben reichlich Drive und Feuer für mitreißende Improvisationen.

 

COS Dietmar + Ernst

Ernst August Schäfer, piano , Dietmar Sarg – guitar

Dietmar Sarg und Ernst-August Schäfer sind nicht nur Urgesteine des Clubs, sie waren auch beide jahrelang als Vorsitzende engagiert. In der Duo-Besetzung treten sie seit vielen Jahren mit Swing und Mainstream auf.


 

HCI-Trio

Werner Geck – piano , Jörg Deitenbach – bass , Hans Schlüter – drums

Die drei Musiker haben schon Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts ein Jazz-Piano-Trio gegründet. Keiner von ihnen ist bis heute aus der Iserlohner Jazzszene hinwegzudenken. Obwohl sich ihre musikalischen Wege im Laufe der Zeit trennten, haben sie sich immer wieder zu gemeinsamen Auftritten zusammengefunden, um ihr Publikum mit swingendem Trio-Jazz zu begeistern. Auch Werner Geck hat den Club einige Jahre als Vorsitzender geleitet.


 

Hartmut Tripp Quartett

Hartmut Tripp – sax , Werner Geck – piano , Benny Mokross – drums , Jörg Deitenbach – bass

Hartmut Tripp tritt mit einem Quartett auf, bei dem zu diesem Anlass der Iserlohner Urjazzer Werner Geck den Pianopart übernimmt. Der knapp 80jährige Saxophonist ist ebenfalls mit der Clubgeschichte verbunden, gehörte zu allen Club-Bigbands und hatte auch unterschiedliche eigene Formationen. Jörg Deitenbach spielt Kontrabass und Benny Mokroß, auch alter Weggenosse und Quartett-Mitglied, sitzt am Schlagzeug.


 

Märkische Swing Company

Ingmar Heller Sen. – flh , Günter Verse – trombone , Waldemar Kowalski – alto sax, Georg Neukirch – piano , Peter Wittershagen – guitar , Jörg Deitenbach -bass , Hans Schlüter – drums

Der Name ist Programm. 7 erfahrene Musiker spielen zeitlose Swing-Musik in der Nachfolge der bekannten Swing-Bands wie z.B. Benny Goodman, Duke Ellington, Count Basie.


 

Ali Claudi Quartett

Werner Geck – piano , Jörg Deitenbach – bass , Hans Schlüter – drums

Mit Iserlohn verbindet mich viel, zum Glück wohnte ich damals nicht weit weg. Ich habe schon als 16 jähriger den Bands des Hotclubs gelauscht, war dann mit dem wunderbaren Guitarristen Gustel Käsche befreundet, der mir viele Dinge erklärt hat. Anfang der 60ger Jahre hatte ich meine eigene Band ( THE BOTTLE IMPS ) mit Ingmar Heller, Dieter Vogt, Ulla Heller und Peter Scheske. Wir probten regelmäßig im Haus derHeimat. Im gleichen Jahr gründete ich mit Leo v. Knobelsdorff die überaus erfolgreiche BOOGIE WOOGIE COMPANY ( ca. 2600 Konzerte ) , die auch häufig in Iserlohn und Umgebung gespielt hat.
Nebenbei hatte ich meine Bands ALI CLAUDI TRIO, THE BLUES & LATIN BAND, NEW FOUR, später THE GROOVE – Ali Claudi


 

Elmar Mohr – JAM – Jazz and Mo(h)re

Elmar Mohr – cor, tp, flh, voc , Erhard Clemens – trombone , Tiberius Kühn – bass , Ernst August Schäfer – piano , Detlef Röhre – drums , Dietmar Sarg – guitar

„JAM – Jazz and Mo(h)re“ ist eine im Jahre 2002 gegründete siebenköpfige Iserlohner Jazzformation, deren Name gleichzeitig Programm ist. Die Band spielt in verschiedenen Stilrichtungen Titel von A – wie Armstrong bis Z – wie Zawinul. „JAM“ ist – vom Publikum attestiert – eine gelungene Mischung aus rheinischem Humor, sauerländischer Beharrlichkeit und westfälischer Bodenhaftung, ein schillerndes Kaleidoskop von Mainstream Jazz über Swingklassiker bis zum Rockjazz geboten.

[ Mehr Infos zu dieser Veranstaltung…]
Das komplette aktuelle Programm ist gelistet unter: http://www.jazzclub-henkelmann.de/programm/

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